Archive for the Category Frühling

 
 

Krokokuss

Ein Kroko schwamm im Weißen Nil
und träumte, er fänd‘ bald ein Dil,
das ganz zu ihm gehöre.

Er kroch an Land, hielt sich in Schuss
trainierte auch den Kroko-Kuss,
damit er sie betöre.

Ob er sie fand, das weiß ich nicht,
denn Dile sind so scheu bei Licht,
sie lieben das Verstecken.

Doch blüht jetzt dort der Kro-ko-kus
so schön, dass man vermuten muss:
Er konnte sie entdecken.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Vorfrühlingsstimmung

Mit Morgenröte
beginnt ein Vorfrühlingstag,
Lächeln im Winter.

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Blüten geöffnet
seh’n aus welkem braunen Laub
Schneeglöckchen, lieblich.

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Die kleine Amsel
thront auf der Buchenkrone
singt Frühlingslieder.

© Fotos u. Text: Ingrid Herta Drewing

Spätsommers Ende

Es streift der junge Herbst schon durch den Garten,
bemalt vereinzelt Bäume hier geschwind;
begleitet wird er da von frischem Wind,
der Blätter lupft, den Reigen flugs zu starten.

Doch mittags mag der Tag sich heiß noch zeigen;
Spätsommers Feuer schwelen in der Glut.
Beschaulich man im Schatten träumend ruht
und lauscht dem zarten Flüstern in den Zweigen.

Als strebe nun das Jahr, reif zu vollenden,
womit Natur hier Flora reich bedacht,
ein Ernte-Spiel vor langer Nebelnacht.

Und Früchte fallen aus dem Nussbaum sacht;
das Eichhörnchen sie sammelt mit Bedacht;
auch du birgst diesen Schatz in deinen Händen.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Mai-Terzinen

Noch immer schickt der Lenz uns Regen,Tränen,
und dennoch glänzt mit Grünen hier der Mai,
Natur lässt uns den Neubeginn wohl wähnen.

Wir nähren Hoffen, dass bald Friede sei
und Kriege, Tod vor unsren Toren enden,
bedrohte Menschen leben wieder frei.

Könnt’ Frühling doch die Friedenstauben senden
dorthin, wo mit den Bomben Grauen fällt,
damit sich Leben dürft’ zum Licht hin wenden.

Und fern von Terror würd’ der Tag erhellt;
kein Volk müsst’ leiden unter den Despoten!
Erstarken sollt’ in Güte alle Welt
vom tiefen Süden bis zu den Lofoten!

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Morgen im Mai

Krähen und Elstern,
ihr Schnarren weckte mich früh
in der Dämmerung.
Sie störte der Regen nicht,
doch der Amsel Lied verklang.

Grauer Maimorgen,
das Tief, das aus Westen kommt,
grüßt uns nass und kühl.
Es füllt die Regentonnen,
wäscht der Bäume Laubgesicht.

Aber Rosenduft
beglückt mich auf dem Balkon,
erhellt meinen Tag.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Frühling

Heller Maimorgen,
die Blütenbäume im Park
ein rosa Lächeln.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Frühling

Trüber Mai-Himmel,
doch des Parks grüne Weite
erhellt mir den Tag.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing

Frühlingsweise

Der Morgentau küsst wach die Wiesen,
und Sonne scheint, erreicht die Welt,
den Tag hier lächelnd zu begrüßen,
ein Schimmern, Leuchten! Sie lässt fließen
ihr warmes Licht auf Wald und Feld.

Es klingen zart der Harfe Saiten,
und lieblich dringt ihr Zauberklang
aus Himmels hellen, blauen Weiten,
das Frühlingskind sanft zu begleiten,
schenkt Blütenduft und Licht-Gesang.

Die Vögel, die den Tag besingen,
sie tragen neuen Federflaum
und bergen unter ihren Schwingen
dies Lied von Hoffen und Gelingen,
des Phönix’ goldnen Lebenstraum.

© Foto u. Text: Ingrid Herta Drewing,

Wintereinbruch im April

Ein kühler Wind weht durch die Wälder.
Wo Lenz der Bäume lindes Grün
noch unlängst ließ so hell erblüh’n,
treibt er den Schnee auf Park und Felder,
lässt Winter nun erneut einzieh’n.

Gehüllt in Schnee im Garten Bäume.
Was für die Immen schien von Wert,
von uns gereift als Obst begehrt,
des Kirschbaums zarte Blütenträume
feucht, kalt die weiße Last beschwert.

Der Vögel Lieder da verstummen.
Als sei vorbei ihr Frühlingsfest,
sie sitzen schweigend im Geäst;
Insekten, Bienen nicht mehr summen,
auch ruht der Bau am neuen Nest.

Das sei April, die Kapriolen
hab häufig er gezeigt, bekannt,
den Lenz bedacht mit Winters Tand.
Jedoch ich wünsch’ mir unverhohlen,
dass Frühling heimkehrt hier ins Land.

© Text: Ingrid Herta Drewing,
Foto: Nachrichten ARD

Aprilwetter

April, April! Der Winter will
den Frühling hier noch necken
und holt aus den Verstecken,
was er gespart im Januar,
lässt Holle schütteln aus ihr Füll.
Und nun wirkt Lenz doch sehr bizarr.

Ihr Blütenköpfchen recken,
blauäugig aus dem Schnee,
die Veilchen in die Höh’,
und auch der Tulpen stolze Schar,
sonst leuchtend hier so farbig klar,
will weißer Pelz bedecken.

So soll’s nicht bleiben! Sonne heiß‘
den Winter, zu verschwinden,
sollst alles hier entbinden
von dieser kühlen Sternenschar.
Dein Licht nun strahlend heiß hier gleiß‘,
mach‘ Frühling wieder wahr!

© Text: Ingrid Herta Drewing,
Foto: Nachrichten ARD